Labday Novartis

 

Dienstag, 5.2.19                                                                                                              Lola Weidner

Wir sind mit dem Zug vom Biel Hauptbahnhof in Basel angekommen und sind mit dem Tram bis zur Ciba Tramhaltestelle gefahren und kamen vor einem grossen Tor an, auf dem Novartis stand. Dort wurden wir von einer Novartis-Mitarbeiterin empfangen, die uns die Batches gab und uns über das riesige Gelände führte. Auf dem ganzen Gelände durften wir aus Sicherheitsgründen keine Foto- oder Videoaufnahmen machen. Als wir dann vor dem Eingang des Schülerlabors standen, gingen wir hinein und wurden durch einen langen Gang in unseren Theorieraum geführt, wo wir Foto- und Videoaufnahmen machen durften. Dort setzten wir uns und wurden in das Thema DNA eingeführt, das was wir in den letzten vier Wochen gelernt haben. Dann wurde uns die Geschichte zum heutigen Experiment erzählt.

Die Geschichte lautete so:                                                                                            

Ein alter Medizinmann hatte einen wirksamen Tee gegen Malaria entdeckt und gebraut, jedoch waren die Vorräte fast leer und der Nachfolger kannte das Rezept nicht. Die Leute aus dem Dorf wussten jedoch, wo ungefähr die Sammelstelle des Medizinmannes war. In diesem Gebiet gab es drei Pflanzen, die zutreffen könnten. Also nahm man von jeder dieser drei Pflanzen eine DNA Probe und auch von dem Rest des Tees. So konnte man herausfinden, welche der drei Pflanzen die gesuchte Teezutat war.                                                            

So werden heute auch Täter identifiziert und gefunden.

Daraufhin wurden wir alle mit Laborkleidung und Schutzbrillen ausgestattet, bevor wir ins Labor gingen. Wir arbeiteten jeweils zu zweit an einer Bench.

Experiment A

Wir bekamen vier Röhrchen.

Blau: Pflanze 1

Gelb: Pflanze 2

Grün: Pflanze 3

Rot: Wundertrank

Die mussten wir jeweils mit unseren Gruppenzeichen anschreiben. Dann nahmen wir eine Mikroliterpipette und füllten jeweils acht Mikroliter der DNA-Probe in das entsprechende Röhrchen, also die DNA-Probe der Pflanze 1 ins blaue Röhrchen usw. Für jede neue DNA-Probe mussten wir eine neue Pipettenspitze nehmen und die gebrauchte Pipettenspitze in den Entsorgungsbeutel legen.

Als wir damit fertig waren, mussten die Röhrchen 30 Sekunden zentrifugiert werden, damit die ganze Flüssigkeit am Boden des Röhrchens war.

Zum Schluss mussten wir die Röhrchen in den Thermoblock setzen und für 45 Minuten bei 37°C inkubieren lassen.

Experiment B

Als Erstes mussten die Röhrchen aus Experiment A wieder 15 Sekunden zentrifugiert werden, damit sich die ganze Flüssigkeit wieder am Boden des Gefässes sammelte.

Nach den 15 Sekunden pipettierten wir je 4 Mikroliter Ladepuffer in jedes der Röhrchen, wobei wir wieder für jedes Röhrchen eine neue Pipettenspitze nahmen. Damit sich der Inhalt vermischen konnte, schnipsten wir leicht mit dem Finger gegen das Gefäss. Die Röhrchen wurden danach nochmals 15 Sekunden zentrifugiert.

Inzwischen setzte die Kursleitung den Gelschlitten in die Gelkammer ein, füllte den Laufpuffer und zog den Kamm heraus.

Von jeder Probe mussten wir wiederum 15 Mikroliter in der richtigen Reihenfolge (siehe Experiment A), in die vier Gel-Taschen pipettieren, wobei wir wieder für jede Probe eine neue Spitze verwendeten.

Die Kursleitung schloss die Elektrophorese-Apparatur an das Spannungsgerät an und startete die Elektrophorese. Die Elektrophorese dauerte ca. 35 Minuten.

àWährenddessen starteten wir mit Experiment C!

Als die Elektrophorese fertig war, schaltete die Kursleitung das Netzgerät ab und wir konnten uns das Ergebnis unter dem UV-Schirm ansehen.

Jetzt mussten wir nur noch die Bandenmuster unserer Proben miteinander vergleichen und die benötigte Pflanze identifizieren. Siehe Bild.

 

Experiment C

In diesem Experiment machten wir unsere eigene DNA sichtbar.

Anfangs mussten wir ein Röhrchen mit Lysepuffer mit unseren Initialen beschriften. Als Nächstes erhielten wir eine kleine Bürste, mit der wir uns 1 Minute lang die Innenseite unserer Wange abschabten. Somit erhielten wir die Wangenzellen, die wir für das Experiment brauchten. Die Bürste mussten wir in dem Röhrchen mit Lysepuffer mehrmals drehen und die Borsten am Rand des Gefässes abstreifen. Damit erreichten wir, dass die Wangenzellen im Gefäss blieben. Auch die Bürste warfen wir danach in den Entsorgungsbeutel. Ins Röhrchen pipettierten wir noch 20 Mikroliter Protease. Als Nächstes mussten wir das Röhrchen schliessen und fünfmal schwenken, um die Flüssigkeit zu mischen. Das Röhrchen stellten wir für 5 Minuten in den Heizblock bei 55°C. Als Nächstes nahmen wir ein kleines Reagenzglas, das mit Ethanol gefüllt war und gossen den Inhalt des Röhrchens ins Ethanol. Dabei mussten wir das Reagenzglas schräg halten, damit nichts vom Inhalt verschüttet wurde. Auch das leere Röhrchen kam daraufhin in den Entsorgungsbeutel. Das Reagenzglas verschlossen wir nun mit einem Stopfen und stellten es in einen Styroporständer. Das Reagenzglas liessen wir dann 5 Minuten in Ruhe stehen. Letztens mischten wir die Flüssigkeit, indem wir das Reagenzglas fünfmal langsam geschwenkt haben.

Das Faserige und Weisse in der Flüssigkeit, das wir vor uns hatten ,war unsere DNA!

Siehe Bild.

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